Syringomyelie - Symptome und Verlauf Die Symptome einer Syringomyelie sind sehr vielfältig und können mit der Lage der Syrinx im Rückenmark zusammenhängen. Daher müssen wir hier ausdrücklich darauf hinweisen, daß die nachfolgende Auflistung der typischen Beschwerden nicht auf jeden Erkrankten und auch nicht jeweils in vollem Umfang zutreffen muß. Typische Beschwerden können (in freier Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit) folgende sein:     Starke scharfe, brennende oder dumpfe Schmerzen im Bereich von Schulter, Kopf, Nacken und in den Armen,  migräneartige Kopfschmerzen     Sensibilitätsstörungen wie Hitzeunempfindlichkeit einzelner Hautpartien der Gliedmaßen; Berührungsempfindlichkeit  der Gliedmaßen; Störung der Tiefensensibilität (die anzeigt, in welcher Stellung sich der Körper oder die Gliedmaßen  befinden); gesteigerte Hitze- oder Kälteempfindlichkeit     Störungen des Lagesinns, Gangunsicherheit, Schwindel und Koordinationsstörungen, temporäre Gedächtnisstörungen     Mißempfinden in den Gliedmaßen wie Kribbeln oder Stechen     Krämpfe (zB Muskelspasmen), unkontrollierte Muskelzuckungen (Faszikulationen), Lähmungserscheinungen bzw.  Lähmung, Verminderung der Muskelmasse (Muskelatrophie)     Inkontinenz von Blase und Darm bis hin zur Lähmung des Blasen- bzw. Schließmuskels     Wahrnehmungsstörungen im Sehen und Hören, Empfindungsstörungen, Sprachstörungen     Impotenz, abnehmende Libido, sexuelle Funktionsstörungen     Fehlregulationsbedingte Durchblutungsstörungen; verlangsamte Wundheilung     Schluckbeschwerden, Zungendysfunktion     Ermüdungszustände, allgemeine Kraftlosigkeit, Neigung zu schneller Erschöpfung     Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung (bis hin zur Depression) Mit der Syrinx verbundene Erkrankungen können im Kopfbereich Fehlbildungen, Entzündungen, Tumore und Wasserkopf (Hydrocephalus) sein. Im Bereich der Wirbelsäule Fehlbildungen, Entzündungen, Tumor, Abnutzung (Degeneration) und wie oben erwähnt Verklebungen nach Verletzungen oder Entzündungen. Das Auftreten und die Intensität einzelner Beschwerden, deren Verstärkung oder Verminderung, wie auch der gesamte Verlauf einer Syringomyelie lassen sich zumeist nicht vorhersagen. Wie oben erwähnt, ist die Syringomyelie dadurch gekennzeichnet, daß sich das Ausmaß der Syrinx im Rückenmark kontinuier- lich über Jahrzehnte hinweg verändert. Richtwerte über eine „allgemeine Ausdehnungsgeschwindigkeit“ einer Syrinx gibt es ebenso wenig, wie bei jedem Erkrankten eine durchschnittliche Wachstumsgeschwindigkeit festgestellt oder angenommen werden könnte. Hinzu kommt, dass der Verlauf auch durch Folgeerkrankungen geprägt wird. Durch die Syringomyelie kann es zu einer Mangel- versorgung der Muskulatur, der Knochen und des Ernährungszustandes des Gewebes kommen - was wiederum zu Wirbel- säulenversteifung, seitlicher Wirbelsäulenverkrümmung, Bandscheibenschwund, Wirbelkörperschäden, Muskelschwund, systemischer Erkrankung mehrerer Nerven (schlaffe Lähmung), Knorpelschäden, Knorpelschwund, Buckelbildung u.v.m. führen. Knochen verändernde Verformungen der Wirbelsäule oder Veränderungen der Gelenke können zusätzlich zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Bei Syringomyelie ungeklärter Ursache bzw. angeborener Syringomyelie (kongenital) kann u.U. ein Vit B 12 Mangel und auch ein Vit D vorliegen. Es ist daher ratsam den Holotranscobalamin-, sowie auch den Vitamin D-Wert untersuchen zu lassen. Bei Vorliegen von entsprechendem Mangel bitten wir um eine kurze Mitteilung. Der HoloTC gibt - im Gegensatz zur Vit B12-Testung den pathologischen Wert i.d. Frühphase an (aktives Vit B 12) Weitere Informationen zum HoloTC: http://www.labmed.de/de/uploads/labmed_letters/ll-81-holotc.pdf http://www.labor-bo.de/fileadmin/BO_PDF/Aktuelles/09-06_Holotranscobalamin.pdf Zurück
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