Syringomyelie - Therapie Es ist derzeit nicht möglich, eine Syringomyelie zu heilen. Es ist zudem nicht sinnvoll, die Syrinx zu behandeln, sondern vorder- hand muß die Ursache einer Syrinx soweit wie möglich beseitigt werden. Wichtig ist, daß der Erkrankte lernt, seinen Körper und dessen Signale wahrzunehmen und zu respektieren. Gleichwohl gibt es folgende Möglichkeiten der Behandlung: 1. Operativ Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Syrinx operativ so zu beeinflussen, daß ein Zusammenfallen der Syrinx oder eine Dekompression erfolgt. Dabei ist also das Ziel, den Druck, den die Syrinx auf das Gewebe ausübt, deutlich zu mindern und so ein Fortschreiten der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Dazu kann eine Abflußmöglichkeit (Shunt) der Syrinx beispielsweise durch ein Röhrchen geschaffen, das je nach Lage der Syrinx platziert wird und die Flüssigkeit in der Syrinx z.B. in den Bauchraum abfließen läßt (Syringo-peritonealer Shunt). Heutzutage nicht mehr favorisiert ist das Legen eines Shunts. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Abflußmöglichkeit ohne Röhrchen zu schaffen (sog. Marsupialisation). Das Legen eines Shunts ist nur dann geboten, wenn keine andere Therapiemöglichkeit besteht. Schmerzen lassen sich so redu- zieren, wohingegen bereits eingetretene (motorische oder sensible) Schäden sich zumeist nicht umkehren lassen. In jedem Fall sollte ein solcher Eingriff nur durch spezialisierte Neurochirurgen nach eingehender Prüfung und Beratung erfolgen. Immerhin bedeutet jedes Legen eines Shunts, daß Gewebe beschädigt wird und ein Fremdkörper im Rückenmark/Rückenmarks- kanal verbleibt, so daß eine sorgfältige Abwägung geboten ist. Die Nachhaltigkeit des Eingriffs ist sehr unterschiedlich und hängt auch von der Art des Shunts ab. Die Verschlussrate derartiger Shunts beträgt bis zu 80 %. Viel besser ist es, Verklebungen im Rückenmarkskanal, die zu Zirkulationsstörungen führen, operativ zu beseitigen. Auch hier gilt, daß der Eingriff nur nach reiflicher Abwägung von spezialisierten Neurochirurgen durchgeführt werden sollte, denn jede Operation am Rückenmarkskanal kann durch die Narbenbildung im Rückenmarkskanal neue Zirkulationsstörungen auslösen. Meist wird eine Operation dann angestrebt, wenn mehrere oder eine sehr starke Verklebung an ungünstiger Stelle bestehen. In dem Vordergrund steht weiterhin stets die Linderung der Symptome durch 2. Begleitende Therapien Grundsätzlich sollte ein Schwerpunkt auf eine den Bedürfnisses des Erkrankten gerecht werdende Schmerztherapie und symptom- bezogene medikamentöse Therapie gelegt werden. Wichtig ist auch eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung mit ein- gehender Anleitung des Erkrankten zum richtigen Bewegen, Heben und Sitzen. Zu achten ist hier darauf, daß der Physiotherapeut neurologische Behandlungsschwerpunkte hat (neurophysiologische Therapie nach Voijta, Bobath, PNF usw.) und sich diesbezüglich regelmäßig weiterbildet. Daneben lindern Akupunktur, Entspannungstherapien, osteopathische Therapie, Craniosacrale Therapie und verschiedene Arten der Bewegungstherapien die Beschwerden. Natürlich sollte der Erkrankte unbedingt versuchen, die Auslöser von Beschwerdeverstärkung zu vermeiden und die Signale seines Körpers ernst zu nehmen. Auslöser können zB Streß, körperliche und/oder psychische Belastungen sein – auch hier gibt es von Erkranktem zu Erkranktem unterschiedliche Möglichkeiten. Zurück
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